Über die Stiftung

Die Stiftung wurde von Professor Hellbrügge, der das Kinderzentrum München aufgebaut hat, im Jahre 1991 gegründet, um durch die Förderung der Forschung auf dem Gebiet der Sozialpädiatrie und die Verbreitung der Programme der Frühdiagnostik, Frühtherapie und frühen sozialen Eingliederung möglichst viele Kinder vor dem Schicksal einer lebenslangen Behinderung zu bewahren. 

Wodurch unterscheidet sich die Theodor-Hellbrügge-Stiftung von anderen Behinderten-Organisationen?

Wissenschaftliche Grundlagen

Wissenschaftliche Studien in den 1960er Jahren am Institut für Soziale Pädiatrie und Jugendmedizin der Universität München unter Leitung von Professor Theodor Hellbrügge bei Säuglingen in Heimen deckten auf, dass auch ein völlig gesundes Kind durch Erziehung in einem gleichaltrigen Kollektiv in seiner Sprach- und vor allem in seiner Sozialentwicklung zurückbleibt. 

 

 

 

 

 

Ein völlig gesundes Kind, das mit sechs Wochen in ein Heim aufgenommen wurde, hatte im Alter von 13 Monaten eine Sprach- und Sozialentwicklung von nur 5 Monaten

 
Statt Institutionen familiäre Hilfe

Wenn schon ein völlig gesundes Kind in Spezialeinrichtungen zurückbleibt, was geschieht dann mit behinderten Kindern, die in speziellen Einrichtungen, Heimen, Sonderschulen etc. großgezogen werden? Professor Hellbrügge und sein Forschungsteam zogen daraus die Schlussfolgerung, die Eltern als Träger der Frühdiagnostik und Frühbehandlung hinzuzuziehen und die Hilfen in die Familie zu verlagern.

Münchener Funktionelle Entwicklungsdiagnostik

Aufbauend auf den vielfältigen Forschungen entstand die "Münchener Funktionelle Entwicklungsdiagnostik" als Grundlage zur Früherkennung von Entwicklungsrückständen bei Säuglingen und Kleinkindern. Die festgestellten Rückstände geben wichtige Hinweise auf die erforderliche Therapie. Das Konzept der Entwicklungs-Rehabilitation entwickelte sich in den vergangenen Jahrzehnten im In- und Ausland zu einem Schwerpunkt der Kinderheilkunde.

Einzigartige Chancen in der frühen Kindheit

Die Programme der Entwicklungs-Rehabilitation nutzen die einzigartigen Chancen der frühen Kindheit, Kinder mit angeborenen oder früherworbenen Schäden oder Störungen durch eine gezielte Behandlung über die Eltern vor dem Schicksal des lebenslangen Behindertseins zu bewahren. Deshalb unterstützt und fördert die Theodor-Hellbrügge-Stiftung die Verbreitung der vielfältigen Programme der Frühdiagnostik, Frühtherapie und frühen sozialen Eingliederung sowie die fachspezifische interdisziplinäre Ausbildung in Deutschland und im weltweiten Ausland.

Eltern sind die besten Therapeuten

Niemand kennt ein Kind besser als seine Eltern. Niemand kann es auch besser behandeln. Deshalb wird in den Kinderzentren, die nach dem Modell der Entwicklungs-Rehabilitation nach dem Kinderarzt Professor Hellbrügge arbeiten, die klassische ärztliche Hilfe, die vom Arzt oder von der Fachkraft direkt an den Patienten gegeben wird, ersetzt durch die Übertragung von Elementen der Behandlung an die Eltern. Verschiedene Fachkräfte üben mit den Eltern in einer für sie verständlichen Form die therapeutischen Hilfen z.B. für die motorische Verbesserung oder die sprachliche Förderung so, dass sie diese zu Hause in den normalen Tagesablauf integrieren können.

Montessori-Heilpädagogik und Multisensorische Entwicklungs-Therapie für Säuglinge

Die Aufdeckung der heilpädagogischen Elemente aus der Montessori-Pädagogik wird als Multisensorische Entwicklungs-Therapie für Säuglinge und als Heilpädagogik von der Theodor-Hellbrügge-Stiftung weiterverbreitet. Für die soziale Integration fördert sie deswegen die gemeinsame Erziehung behinderter und nichtbehinderter Kinder nicht nur in der Familie, sondern auch in Kindergarten und Schule.
Die erste Integrationsschule, die Professor Hellbrügge im Jahre 1968 in München gründete, wurde zur Herausforderung für die gesamte Pädagogik. Was damals nach den pädagogischen Gesetzen nicht erlaubt, ja noch undenkbar war, ist heute Realität: behinderte Kinder gehen mit gesunden Kindern gemeinsam in den Kindergarten, in einzelnen europäischen Ländern auch in die Schule. Dies hilft behinderten und nichtbehinderten Kindern zur Verbesserung ihrer sozialen, emotionalen und auch kognitiven Entwicklung.

Ausbildung der Fachkräfte

Der Schwerpunkt der Arbeit der Theodor-Hellbrügge-Stiftung liegt in der Aus-, Fort- und Weiterbildung von Fachkräften. Diese werden mittlerweile in Zusammenarbeit mit ausgewählten Universitäten weltweit angeboten. Auf der anderen Seite unterstützt die Internationale Akademie für Entwicklungs-Rehabilitation in der Theodor-Hellbrügge-Stiftung auch Fortbildungsveranstaltungen, die von ehemaligen Schülern von Professor Hellbrügge z.B. in Krakau/Polen, Riga/Litauen, Vilnius/Litauen, Liepja /Lettland und Prag/Tschechien durchgeführt werden

 

Helfen Sie mit, möglichst viele Kinder vor dem Schicksal lebenslanger Behinderung zu bewahren.

Wenn Sie mehr über unsere Arbeit wissen wollen, schreiben Sie uns.

                                                  

Spendenkonto:

Münchner Bank
IBAN: DE71 7019 0000 0000 0888 89
BIC: GENODEF1M01

 

Theodor-Hellbrügge-Stiftung

Heiglhofstr. 63 / II, D-81377 München
Tel.: 0049-(0)89-72469040
Fax: 0049-(0)89-7193610