Fortbildungen

29.11. und 30.11 2019 - "Früherkennung - Frühtherapie - soziale Inklusion" - Internationales und interdisziplinäres Symposium anlässlich des 100. Geburtstages von Prof. Dr. Dr. h.c. Theodor Hellbrügge

 

Internationales und interdisziplinäres Symposium anlässlich des 100. Geburtstages von Prof. Dr. Dr. h.c. Theodor Hellbrügge

  

Früherkennung - Frühtherapie - Soziale Inklusion

  

Freitag und Samstag, den 29. November und 30. November 2019

 

 

 

Professor Theodor Friedrich Hellbrügge würde am 23. Oktober 2019 seinen 100. Geburtstag feiern.

Professor Hellbrügge hat aufbauend auf seinen Studien zur frühen sozialen Deprivation die funktionelle Entwicklungsdiagnostik konzipiert und sich dann intensiv weiter dem Thema der frühen Diagnostik und frühen Therapie gewidmet. Ein zentrales Anliegen war ihm von Anfang an die soziale Integration der betroffenen Kinder in Familie, Kindergarten und Schule.

Mit der Gründung des Kinderzentrum München im Jahr 1968 etablierte er die erste sozialpädiatrische Einrichtung für Entwicklungs-Rehabilitation, Früherkennung, Frühtherapie und soziale Eingliederung – Vorbild für die Sozialpädiatrischen Zentren im In- und Ausland

Das Symposium greift zentrale Themen aus dem Lebenswerk von Professor Hellbrügge auf und stellt den aktuellen Stand der Frühdiagnostik und Frühtherapie und der sozialen Inklusion von Kindern mit Entwicklungsstörungen und Mehrfachbehinderungen dar.

Friedrich Voigt, Volker Mall, München

  

Information und Anmeldung

 

Für das freiwillige Fortbildungszertifikat der Bayerischen Landesärztekammer, München, wird nur der Workshop 2 mit 4 Punkten und das Symposium am Freitag mit 4 Punkten, am Samstag mit 10 Punkten angerechnet.

 

Die Psychotherapeutenkammer vergibt je Workshop 3 Punkte und für das Symposium insgesamt 12 Fortbildungspunkte.

 

 

29.11.2019 - Workshops zu ausgewählten Therapieschulen

 Workshops im Kinderzentrum München

Ausgewählte Therapieschulen - Entstehung und Zukunftsperspektiven

 Freitag, 29. November 2019, 9.30 Uhr - 12.00 Uhr
Kinderzentrum München, Heiglhofstr. 65, 81377 München

  

W 1:  Orff-Musiktherapie – eine entwicklungsorientierte Behandlung im Kindes- und Jugendalter
           Melanie Voigt, München
 W 2:  Therapiekonzept nach Vojta – Entstehung und aktueller Stand
           Martina Harmening, Martin Jakobeit, München
 W 3:  Sensorische Integrationstherapie – Konzeption und Anwendungsgebiete
           Kristiane Kull-Sadaracham, München
 W 4:  Montessori-Therapie im Kindesalter
           Petra Findelsberger, Altötting
 W 5:  Montessori-Pädagogik und Montessori-Heilpädagogik als Grundlage einer inklusiven Erziehung
           Joachim Dattke, München

 

Information und Anmeldung

Internationale Akademie für Entwicklungs-Rehabilitation und Theodor-Hellbrügge-Stiftung
Heiglhofstr. 65/II, 81377 München

Tel.: 0049 (0)89 - 72 46 90 40; Fax: 0049 (0)89 - 7 19 36 10
E-Mail:
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

Gebühr: 35,00 €

Es kann nur ein Workshop belegt werden. Die Teilnehmerzahl je Workshop ist auf 20 Teilnehmer/Innen begrenzt.

 

Für das freiwillige Fortbildungszertifikat der Bayerischen Landesärztekammer, München, wird nur der Workshop 2 mit 4 Punkten und das

Symposium am Freitag mit 4 Punkten, am Samstag mit 10 Punkten angerechnet.

 

Die Psychotherapeutenkammer vergibt je Workshop 3 Punkte und für das Symposium insgesamt 12 Fortbildungspunkte.

24.01.2020 - Montessori-Pädagogik und Montessori-Heilpädagogik - für die Arbeit mit Kindern im Alter von 0 - 6 Jahren bzw. 6 - 12 Jahren

Die Montessori-Pädagogik ist eine kindzentrierte Pädagogik, die es ermöglicht, Kinder, die unterschiedlich schnell und intensiv arbeiten, hochbegabte Kinder sowie mehrfach und verschiedenartig behinderte Kinder gemeinsam zu unterrichten.

Die Zusatzausbildung in Montessori-Pädagogik und Montessori-Heilpädagogik hat als Inhalt nicht nur die Methoden der klassischen Montessori-Pädagogik sondern auch die Aspekte der Entwicklungs-Rehabilitation und sozialen Inklusion unter Nutzung von adaptieren Materialien und Methoden. Sie qualifiziert Pädagogen für die inklusive Arbeit. Es werden konkrete Hilfen für die differenzierte Arbeit mit Kindern gegeben und Wege aufgezeigt, Kinder für Lernprozesse zu motivieren und ihre Konzentrationsfähigkeit zu steigern.

 

Montessori-Pädagogik und Montessori-Heilpädagogik-Kurs für die Arbeit mit Kindern im Alter von 0 bis 6+ Jahren

Dieser Kurs vermittelt nicht nur die klassische Montessori-Pädagogik, sondern zeigen darüber hinaus Wege auf für die inklusive pädagogische Arbeit und gezielte Förderung der Kinder.

... mehr erfahren Sie hier (PDF-Dokument),  Kursbeginn 24.01.2020

Termine  werden auf Anfrage zugeschickt.

Kursinhalte: Übungen des praktischen Lebens / Sinnesmaterial / Sprache / Mathematik / Kosmische Erziehung

 

Montessori-Pädagogik und Montessori-Heilpädagogik-Kurs für die Arbeit mit Kindern im Alter von 6 bis 12 Jahren

Diese Ausbildung in Montessori-Pädagogik und Montessori-Heilpädagogik ist für Lehrerinnen und Lehrer konzipiert. Es werden Wege für die differenzierte Unterrichtsgestaltung, Freiarbeit und gezielte Förderung der Schüler in Deutsch, Mathematik, Geometrie, Heimat- und Sachkunde aufgezeigt.

... mehr erfahren Sie hier (PDF-Dokument),  Kursbeginn 24.01.2020

Termine werden auf Anfrage zugeschickt.

Kursinhalte: Sprache / Mathematik / Geometrie / Geografie / Geschichte / Biologie

 

... hier können Sie sich formlos per E-Mail anmelden: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

Hinweis zu weiterführenden Ausbildung 

Montessori-Therapie-Fortbildung

nach Prof. von Voß und Lore Anderlik

Zielgruppen der Fortbilddung

Pädagogen, Therapeuten, Psychologen o.ä.
Δ abgeschlossene Montessori-Ausbildung
Δ Berufserfahrung in der Montessori-Pädagogik ist wünschenswert

Alle Anmeldeunterlagen und weitere Informationen sind der Homepage zu entnehmen:www.montessori-berufsverband.de

www.montessori-berufsverband.de

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06.04.2020 - Grundkurs: Montessori-Pädagogik und Inklusion

Die Montessori-Pädagogik ist eine kindzentrierte Pädagogik, die es ermöglicht, Kinder, die unterschiedlich schnell und intensiv arbeiten, hochbegabte Kinder sowie mehrfach und verschiedenartig behinderte Kinder gemeinsam zu unterrichten.

Der einwöchige Grundkurs führt in die Grundlagen der Montessori-Pädagogik und Montessori-Heilpädagogik ein und gibt konkrete Hilfen für die gezielte Förderung von Kindern.

 

... mehr erfahren Sie hier (PDF-Dokument), 

 

(Notiz: Bayerische Ferien)

Termin 2020:        06.04.2020  bis  10.04.2020   (Osterferien)

     27.07.2020  bis  31.07.2020   (Sommerferien)

     02.11.2020  bis  06.11.2020   (Herbstferien)

 

... hier können Sie sich formlos per E-Mail anmelden: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

 

Hinweis zu weiterführenden Ausbildung

Montessori-Therapie-Fortbildung

 

Zielgruppen der Fortbilddung

Pädagogen, Therapeuten, Psychologen o.ä.
Δ abgeschlossene Montessori-Ausbildung
Δ Berufserfahrung in der Montessori-Pädagogik ist wünschenswert

Alle Anmeldeunterlagen und weitere Informationen sind der Homepage zu entnehmen:www.montessori-berufsverband.de

www.montessori-berufsverband.de

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Nachruf Prof. Dr. Johannes Pechsstein (1930 - 2016)

Herr Professor Dr. Johannes Pechstein ist am 8. November 2016 im Alter von 86 Jahren verstorben. Mit ihm verliert die Deutsche Kinderheilkunde einen ihrer profiliertesten Verfechter für das Wohl des gesunden und behinderten Kindes. Er erarbeitete die wissenschaftlichen Grundlagen für die kindliche soziale Entwicklung und bewies damit die unersetzbare Rolle der Mutter und der Familie für eine optimale Zukunft eines jeden Kindes.

Geboren am 13. August 1930 in Dresden musste er die Schrecken des zweiten Weltkriegs noch selbst erleben. Nach seinem Abitur begann er 1950 das Studium der Humanmedizin an der Humboldt-Universität in Berlin und wechselte nach zwei Semestern an die Freie Universität in Westberlin, wo er sein medizinisches Staatsexamen absolvierte und beim Pathologen Professor Wilhelm Georg Doerr zum Dr. med. promovierte.

Für seine akademische Laufbahn wählte er München. Die Entwicklungsstudien an gesunden und behinderten Kindern von Herrn Professor Theodor Hellbrügge fanden sein Interesse und zogen ihn in Bann. Bald wurde er zum unersetzlichen Mitarbeiter seines Habilitationsvaters und widmete sich vorrangig der wissenschaftlichen Erforschung der sozialen Entwicklung in der Kindheit. Mit Akribie erarbeitete er die wesentlichen Bedingungen für eine gute soziale Entwicklung gesunder und kranker beziehungsweise behinderter Kinder. In seiner Habilitationsschrift „Über Umweltabhängigkeit der frühkindlichen zentralnervösen Entwicklung“ legte er seine bemerkenswerten Untersuchungsergebnisse vor. Als Schlussfolgerungen für die pädiatrische Praxis entwickelte er zusammen mit Hellbrügge die funktionellen und organisatorischen Voraussetzungen für eine optimale interdisziplinäre Betreuung. Für diese Versorgungsform prägte er den Begriff „Sozialpädiatrisches Zentrum“ (SPZ), der 1989 im § 199 im V. Sozialgesetzbuch aufgenommen. Seitdem sind bis heute 155 (SPZ) entstanden und gewährleisten flächendeckend für Kinder mit Entwicklungsstörungen die erforderliche Versorgung: eine beispielshafte Erfolgsgeschichte. Er selbst baute 1971 das 2. Zentrum in Mainz auf, das er als Münchner Tochterzentrum ansah und das als „Kinderneurologisches Zentrum“ bekannt wurde. Von Mainz aus startete eine weitere wichtige Initiative erfolgreich, um diese Patienten über ihre Kindheit hinaus weiter zu versorgen. Aufgrund seiner Erkrankung konnte er die Entwicklung dieser Zentren für Erwachsene mit mehrfacher und geistiger Behinderung (MZEB) nicht mehr erleben.

Seine maßgeblichen und allgemeingültigen Forschungsergebnisse hat er – teilweise mit Theodor Hellbrügge – in zahlreichen Büchern und Buchkapiteln sowie über 250 Publikationen in Zeitschriften veröffentlicht. Auch mit seinen ungezählten Vorträgen vermittelte er die Grundlagen für das familienfreundliche Wohl des Kindes und prägte damit die Kinderheilkunde seiner Zeit. Bei den öffentlichen Auseinandersetzungen über die außerfamiliäre Erziehung von Säuglingen und Kleinkindern bezog er stets eine kompromisslose Position für das „Kostbarste“ eines Kindes, nämlich seine Mutter. Lassen wir ihn selbst zu Worte kommen: „In der ersten Lebenszeit besteht für eine ungestörte Entwicklung unverrückbar weiter die Notwendigkeit  kontinuierlicher Liebesbeziehung – Stichwort: Urvertrauen – und emotionaler Bindungserfahrung, auf denen alles spätere Lernen, Vieles vom Verhalten und die meisten Fähigkeiten aufbauen.“

Sein Institut wurde zu einem Leitbild für viele Sozialpädiatrische Kinderzentren im In- und Ausland. Seine ausländischen Kontakte waren stets durch fachliche Informationen und darüber hinaus durch verständnisvolles und menschenfreundliches Miteinander geprägt.

Seine christlich geprägte Persönlichkeit konnte nicht eindrucksvoller zum Ausdruck kommen als in seinem selbst gewählten Abschied in den vorzeitigen Ruhestand. Er pflegte seine schwer erkrankte Ehefrau Ingeborg selbstlos bis zu ihrem Tod.

Die deutsche Sozialpädiatrie verliert mit Herrn Professor Johannes Pechstein einen herausragenden Pionier und Repräsentanten und wird ihm ein ehrendes Gedenken bewahren. Wir verneigen uns in ehrlicher Hochachtung vor seiner geradlinigen und warmherzigen Persönlichkeit.

Burkhard Schneeweiß und Helmut Peters


Ärzteblatt Rheinland-Pfalz 1/2017 15

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