Lehrstuhl für Sozialpädiatrie der Technischen Universität München

Aktuelle Forschungsprojekte  2017

Gerne stellen wir Ihnen wieder einige Forschungsprojekte vor, die wir in diesem Jahr auch Dank Ihrer Unterstützung durchführen konnten.

 

In einem aufwändigen Projekt wird die "Münchener Funktionelle Entwicklungsdiagnostik (MFED)" grundlegend überarbeitet

Mit der Einführung der MFED im Jahr 1968, die es ermöglicht schon frühzeitig Rückstände im Krabbeln, Sitzen, Laufen, Greifen, Spielen, Sprechen, Sprachverständnis und in der sozialen Entwicklung zu erkennen, hielt die Entwicklungsdiagnostik erstmals Einzug in die Kinderarztpraxis. Da diese Diagnostik gut durchzuführen ist und gleichzeitig eine hohe Testqualität hat, wurde sie das am meisten angewendete Testinstrument in der Kinderheilkunde überhaupt und erfreut sich noch heute großer Anerkennung.

   

Die Bilder zeigen Ihnen die Entwicklung des Sozialverhaltens eines Säuglings in den ersten vier Lebensmonaten - vom großartigen Erlebnis des ersten Lächelns im 2. Monat, über das "Soziale Lächeln" sobald es ein sich bewegendes menschliches Gesicht sieht im 3. Monat, bis hin zum lauten, fröhlichen Lachen im 4. Monat. Mit Hilfe der Münchener Funktionellen Entwicklungsdiagnostik ist es möglich, den Entwicklungsstand eines Säuglings zu bestimmen.

Der Lehrstuhl für Sozialpädiatrie hat zusammen mit dem leitenden Psychologen des Kinderzentrum München, Herrn Dr. Voigt, mit Professor Esser (Potsdam), Professor Schmid (Altötting) und Dr. Wyschkon (Potsdam) in den vergangenen Jahren die Münchener Funktionelle  Entwicklungsdiagnostik grundlegend überarbeitet.  Neuste Erkenntnisse aus der Entwicklungspsychologie und den Neurowissenschaften sind in die Entwicklung eingegangen. Nach zwei Jahren intensivster Detailarbeit konnte sie jetzt erfolgreich abgeschlossen werden.

Nach der erfolgreichen Bearbeitung werden nun in mehreren Abschnitten über die nächsten 3 Jahre verteilt mehr als 3000 Kinder untersucht. Die so gewonnenen Normdaten sind die Voraussetzung für eine exakte Entwicklungsdiagnostik mit dem Ziel, Abweichungen von einer normalen Entwicklung frühzeitig zu erkennen und zu therapieren. Die Neue Münchener Funktionelle Entwicklungsdiagnostik wird voraussichtlich in drei Jahren für die Praxis zur Verfügung stehen.

     

 

„Spiele ohne Grenze“ – ein inklusives Sport-Event – fand am 5. Juli 2016 unter der Schirmherrschaft von Bezirkstagspräsident Josef Mederer in München statt. Mit Begeisterung beteiligten sich alle Kinder mit und ohne Behinderung an den für sie neu entwickelten gemeinsamen Spielen.

Foto - F. Kautz/TUM

„Spiele ohne Grenze“
Gemeinsam mit Frau Professorin Wacker, renommierte Inklusionsforscherin an der TU München, hat das Lehrstuhlteam Spiele für Kinder mit und ohne Behinderungen zur Anwendung im Regelsportunterricht entwickelt und in einer ersten Veranstaltung getestet.

Die Veranstaltung, die der Bezirkstagspräsident Josef Mederer persönlich eröffnet hatte, war ein großer Erfolg. Über 100 Kinder haben die neuen Spiele mit Freude aufgenommen.

 

 

 

Von der Gundlagenwissenschaft zur klinischen Anwendung
Der Lehrstuhl Sozialpädiatrie ist an einem deutschen Konsortium zur Erforschung seltener genetischer Erkrankungen beteiligt. Gemeinsam mit Grundlagenforschern sollen neue Möglichkeiten zur Behandlung kognitiver Defizite bei Kindern mit Rasopathien gefunden werden. Unser wissenschaftlichesTeam ist für die Aspekte der praktischen Anwendung beim Patienten verantwortlich.

Sprechstunde in der Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge
Die seelische Gesundheit von Kindern von Anfang an im Fokus zu haben, ist das Ziel des neuen Sprechstundenangebotes in der Bayernkaserne. Im Vorfeld konnte das Lehrstuhlteam eine hohe Rate an psychischen Erkrankungen bei Kindern syrischer Familien mit Fluchthintergrund nachweisen. Kinder und Jugendliche werden bereits in der Erstaufnahmeeinrichtung von Psychologen, Sozialpädiatern und Kinder- und Jugendpsychiatern betreut. Dieses Projekt führen wir in Kooperation mit dem Lehrstuhl für Psychosomatik der TUM durch.

 

Aktuelle Forschungsprojekte 2015 / 2016

Prof. Dr. med. Volker Mall

Vorsitzender der Theodor-Hellbrügge-Stiftung

Von den vielen Forschungsprojekten, die wir Dank Ihrer Spenden im Stiftungslehrstuhl Sozialpädiatrie durchführen können

      • Erforschung von Entwicklungsstörungen,
      • Entwicklung von Patientenschulungsprogrammen,
      • Computergestützte Sprachhilfe bei Kindern mit schwerer Behinderung,
      • Computergestützte dreidimensionale Ganganalyse,
      • Frühe Hilfen für betroffene Eltern,
      • Erforschung von Regulationsstörungen und ihre Therapie,
      • Etablierung von Therapieangeboten für traumatisierte Kinder und Jugendliche mit Fluchthintergrund

möchte ich Ihnen heute das Projekt vorstellen, das unser Lehrstuhlteam in den kommenden Jahren besonders beschäftigen wird:

Die Neue Münchener Funktionelle Entwicklungsdiagnostik (MFED)

Mit der Einführung der MFED im Jahr 1968, die es ermöglicht schon frühzeitig Rückstände im Krabbeln, Sitzen, Laufen, Greifen, Spielen, Sprechen, Sprachverständnis und in der sozialen Entwicklung zu erkennen, hielt die Entwicklungsdiagnostik erstmals Einzug in die Kinderarztpraxis.

Da diese Diagnostik gut durchzuführen ist und gleichzeitig eine hohe Testqualität hat, wurde sie das am meisten angewendete Testinstrument in der Kinderheilkunde überhaupt und erfreut sich noch heute großer Anerkennung.

Unser Forschungsteam gemeinsam mit dem leitenden Psychologen des Kinderzentrums, Herrn Dr. Voigt, und dem führenden Entwicklungspsychologen Deutschlands, Herrn Professor Esser, Potsdam, haben es sich zur Aufgabe gemacht die Münchener Funktionelle  Entwicklungsdiagnostik grundlegend zu überarbeiten und neu zu normieren.

Neuste Erkenntnisse aus der Entwicklungspsychologie und den Neurowissenschaften sind in die Entwicklung eingegangen. Nach zwei Jahren intensivster Detailarbeit konnte sie jetzt erfolgreich abgeschlossen werden.